Die agilist.cooperative hat den das Angebot Agile Tourist publiziert. Ich möchte in diesem Beitrag das Konzept ausdetaillieren.

Agilität als „Lebensgefühl“

Alle sind agil, manche sind agiler. Agile kann man nicht lesen, sondern bloss erfahren. Wir wollen aber keine potemkinsche Dörfer. Wir wollen möglichst authentische Eindrücke vermitteln. Wir als agilist.cooperative haben die Neutralität und das Netzwerk, Menschen verbinden zu können.

Die agilist.cooperative will das agile Lebensgefühl in der Schweiz fördern. Das erreichen wir über persönliche Beziehungen. Wir meinen damit nicht nur „Netzwerk“ im oberflächlich-geschäftlichen Sinne, wo man bloss im „orangen“ System gemäss Spiral Dynamics einander anruft. Wir meinen damit echte persönliche Beziehungen.

Freilich leben wir auch in einer „orangen“ Welt. Wir alle müssen liefern, Geld verdienen, uns behaupten und so weiter. Daher hat das Angebot „Agile Tourist“ auch „gelbe“ Komponenten. Es ist ein Geben und Nehmen, schön genossenschaftlich.

Was gebe ich als Agile Tourist?

Unser Tourismus ist mehr Individualtourismus. Der Agile Tourist ist aufgefordert, kritisch das Erlebte zu reflektieren. Der Agile Tourist soll spiegeln, soll wiedergeben, was er sieht und fühlt. Der Agile Tourist soll nicht schweigen. Der Agile Tourist soll partizipieren. Der Agile Tourist fungiert als eine Art externer Berater. Er kann das Gesehene und Erfahrene geschickt kombinieren und soll das teilnehmende Unternehmen konstruktiv würdigen.

Was nehme ich als Agile Tourist?

Der Agile Tourist gewinnt intime Eindrücke eines agilen Unternehmens. Er lernt ausserdem die Exponenten des agilen Unternehmens kennen. Der Agile Tourist erlebt eine Geschichte, die er nachher weitererzählen kann. Der Agile Tourist kann sich mit weiteren Touristen verknüpfen. Zudem ist der Agile Tourist von Verbesserungsvorschläge für seinen eigenen Kontext inspiriert.

Wie funktioniert das im Detail?

Das wichtigste sind agile Unternehmen. Unternehmen, die Touristen empfangen wollen. Sobald ein Unternehmen das will, listen wir es auf der agilist.cooperative. Und sobald genügend Anmeldungen vorhanden sind, kontaktieren wir das interessierte Unternehmen. Das Unternehmen wiederum schlägt einen Termin vor. Die Agile Touristen können nun entweder zu- oder absagen.

Am Termin selber ist eine adaptierte Lean Coffee Version denkbar, zum Beispiel mit folgender Agenda

  1. Kennenlern-Spiel (damit die Touristen und das Unternehmen sich näher kommen)
  2. Fragen sammeln (was interessiert die Touristen?)
  3. Fragen priorisieren
  4. Antworten erleben (die Antworten in einem Echtwelt-Beispiel demonstrieren)
  5. Retrospektive (am Ende)

Und das war’s auch schon.