(Gast-Blog mit Matthias Schnyder)
Unzählige Artikel locken mit Weisheiten, Ratschlägen und Versprechen wie du deine Botschaften nachhaltig an die Frau oder den Mann bringst. In diesem Blog geht es um das Gegensätzliche: Was musst du tun, damit deine Kommunikation beim Empfänger keinen Anklang findet. Oder auf den Punkt gebracht: garantiert am Ziel vorbeischiesst?

4 Tipps zum Scheitern

1.) Ignoriere dein Zielpublikum

  • Frag dich gar nicht erst, wer der Empfänger deiner Botschaft ist. Alle finden es sowieso gut!
  • Es ist dir egal, was das Zielpublikum will oder braucht. Denn du hast eine tolle Idee …
  • Kontext ist für Anfänger: du weisst um was es geht.

2.) Verwende niemals einen Hauptdarsteller

  • Denke nicht daran in deiner Geschichte einen Protagonisten einzusetzen.
  • Einer Geschichte ein Gesicht und somit Kontinuität zu geben, findet man nur in Kinderbüchern.
  • Einen Akteur, mit welchem sich die involvierten und betroffenen Personen identifizieren können, gibt es nur bei den Avengers.

3.) Vermisse den roten Faden

  • Verleugne wo du bist, denn deine Ausgangslage interessiert niemanden.
  • Ignoriere den zu beschreitenden Weg und die garantiert auftretenden Hürden.
  • Definiere kein Fazit und vernachlässige die weiteren Schritte – konkret werden? Etwas für Buchhalter.

4.) Bleibe emotionslos

  • Es geht nichts über viel Text – eine Geschichte braucht Text (Quantität, Länge) und keine Gefühle (Qualität, Inhalt).
  • Und wenn schon Emotionen, dann immer mit der Angst spielen.
  • „Sex sells“ – oder wenn das nicht mehr zieht, schocken wir halt anders.

Das waren unsere 4 Tipps, um nicht erfolgreich zu kommunizieren.

Jetzt aber die schlechte Nachricht

Auch wenn du alle Tipps NICHT beherzigst, ist dies noch lange kein Garant, dass deine Information einen nachhaltigen Eindruck erwecken wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Botschaft nachhaltig zu überbringen. Eine der ältesten und gleichzeitig effektivsten Formen der Wissensvermittlung ist die Nachricht in eine Geschichte zu verpacken (Story Telling). Schon in der Urzeit wurden Weisheiten von den Stammesältesten an die Jüngeren in Form von Geschichten weitergegeben.

Überlege dir vorab, wie du deine Geschichte aufbaust. Ob ein klassischer 3-Akter oder angelehnt an die „Heldenreise“ – dies hängt stark von der Art deiner Botschaft und deinem Zielpublikum ab. Mit Emotionen, Transparenz und Ehrlichkeit kann das Interesse und Vertrauen der angesprochenen Personen gewonnen werden.

Verständnis durch Geschichten!

Und was sind deine Erfahrungen dazu?